Der irische Philosoph John Holloway unterstützt Öcalans „Aufruf für Frieden und eine demokratischen Gesellschaft“ sowie die Waffenniederlegung der #PKK# : „Ich fühle mich zutiefst geehrt, mich den Stimmen anzuschließen, die den Friedensprozess unterstützen.“
Der irisch-mexikanische, marxistische Philosoph John Holloway ist insbesondere dafür bekannt, dass er sich für eine „Revolution ohne Staat“ einsetzt, inspiriert von der zapatistischen Bewegung in Chiapas, sowie für seine Ideen zu alternativen Formen des Widerstands gegen den Kapitalismus.
In seiner Botschaft zur Unterstützung von Abdullah Öcalans „Aufruf für Frieden und eine demokratische Gesellschaft“ sagt er: „Ich fühle mich zutiefst geehrt, mich den Stimmen anzuschließen, die den Friedensprozess unterstützen. Jeder Schritt, der unternommen wird, um die kurdische Freiheitsbewegung voranzubringen, ist nicht nur ein Gewinn für das kurdische Volk, sondern auch ein Leuchtfeuer der Hoffnung für alle Völker auf der ganzen Welt.“
„Ja zum Frieden und zur Freiheit Öcalans“
„Wir können diese andere Welt jenseits des Kapitalismus, die wir so dringend wollen und brauchen, nicht mit Gewalt aufbauen“ führt Holloway aus, „deshalb begrüße ich die Waffenniederlegung von ganzem Herzen. Waffen sind dazu da, um zu töten, und Töten ist die direkteste Verleugnung der Würde eines anderen Menschen. Um die Welt zu verändern, müssen wir alle symmetrischen Beziehungen zu Machtstrukturen ablehnen. Egal wie schwierig es ist, wir müssen ihre Logik durchbrechen.
Ja, ja, ja zum Frieden, zur Freiheit Öcalans, zum Fortschritt der kurdischen Freiheitsbewegung und aller Bewegungen, die gegen Patriarchat, Ausbeutung und Herrschaft kämpfen!“
John Holloway
John Holloway, geboren 1947, ist ein irisch-mexikanischer, marxistischer Philosoph und Soziologe. Er promovierte in Politikwissenschaft an der Universität Edinburgh. Zu seinen Fachgebieten gehören radikale Politik, Marxismus, Kapitalismuskritik und die zapatistische Bewegung. Seit 1991 lebt und arbeitet er in Mexiko und steht in enger Verbindung zu den Zapatist:innen.
Seine wichtigsten Werke, „Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen“, „Kapitalismus aufbrechen“ und „Negativity and revolution“, untersuchen die Auswirkungen des Kapitalismus auf die individuelle Kreativität, Machtverhältnisse und alternative soziale Bewegungen. Holloway ist bekannt für seine Theorien zur Veränderung der Welt aus einer antiautoritären Perspektive.[1]