Kurdipedia ist die grösste Quelle für Informationen
Über Kurdipedia
Kurdipedi Archivare
 Suchen
 Registrierung der Artikel
 Instrumente (Hilfsmittel)
 Sprachen
 Mein Konto
 Suche nach
 Gesicht
  Dunkle Situation
 Standardeinstellung
 Suchen
 Registrierung der Artikel
 Instrumente (Hilfsmittel)
 Sprachen
 Mein Konto
        
 kurdipedia.org 2008 - 2026
Bibliothek
 
Registrierung der Artikel
   Erweiterte Suche
Kontakt
کوردیی ناوەند
Kurmancî
کرمانجی
هەورامی
English
Français
Deutsch
عربي
فارسی
Türkçe
עברית

 Mehr...
 Mehr...
 
 Dunkle Situation
 Slide Bar
 Schriftgröße


 Standardeinstellung
Über Kurdipedia
Zufälliger Artikel!
Nutzungsbedingungen
Kurdipedi Archivare
Ihre Kommentare
Benutzer Sammlungen
Chronologie der Ereignisse
 Aktivitäten - Kurdipedia
Hilfe
 Mehr
 Kurdische Namen
 Klicken Sie auf Suchen
Statistik
Artikel
  585,485
Bilder
  124,229
PDF-Buch
  22,106
verwandte Ordner
  126,130
Video
  2,187
Sprache
کوردیی ناوەڕاست - Central Kurdish 
317,066
Kurmancî - Upper Kurdish (Latin) 
95,606
هەورامی - Kurdish Hawrami 
67,732
عربي - Arabic 
43,981
کرمانجی - Upper Kurdish (Arami) 
26,637
فارسی - Farsi 
15,802
English - English 
8,530
Türkçe - Turkish 
3,830
Deutsch - German 
2,032
لوڕی - Kurdish Luri 
1,785
Pусский - Russian 
1,145
Français - French 
359
Nederlands - Dutch 
131
Zazakî - Kurdish Zazaki 
92
Svenska - Swedish 
79
Español - Spanish 
61
Italiano - Italian 
61
Polski - Polish 
60
Հայերեն - Armenian 
57
لەکی - Kurdish Laki 
39
Azərbaycanca - Azerbaijani 
35
日本人 - Japanese 
24
Norsk - Norwegian 
22
中国的 - Chinese 
21
עברית - Hebrew 
20
Ελληνική - Greek 
19
Fins - Finnish 
14
Português - Portuguese 
14
Catalana - Catalana 
14
Esperanto - Esperanto 
10
Ozbek - Uzbek 
9
Тоҷикӣ - Tajik 
9
Srpski - Serbian 
6
ქართველი - Georgian 
6
Čeština - Czech 
5
Lietuvių - Lithuanian 
5
Hrvatski - Croatian 
5
балгарская - Bulgarian 
4
Kiswahili سَوَاحِلي -  
3
हिन्दी - Hindi 
2
Cebuano - Cebuano 
1
қазақ - Kazakh 
1
ترکمانی - Turkman (Arami Script) 
1
Gruppe
Deutsch
Biografie 
275
Plätze 
112
Parteien und Verbände 
1
Veröffentlichungen 
6
Archäologische Stätten 
1
Bibliothek 
398
Kurze Beschreibung 
1,158
Märtyrer 
20
Dokumente 
58
Video 
2
Die Frauenfrage 
1
Repositorium
MP3 
1,498
PDF 
34,738
MP4 
3,837
IMG 
234,380
∑   Alles zusammen  
274,453
Suche nach Inhalten
Der vergessene Völkermord von Halabja
Gruppe: Kurze Beschreibung
Artikel Sprache: Deutsch - German
Unser Ziel ist es, eine eigene nationale Datenbank wie jede andere Nation zu haben.
Teilen Sie
Copy Link0
E-Mail0
Facebook0
LinkedIn0
Messenger0
Pinterest0
SMS0
Telegram0
Twitter0
Viber0
WhatsApp0
Rangliste Artikel
Ausgezeichnet
Sehr gut
Durchschnitt
Nicht schlecht
Schlecht
Zu meinen Favoriten hinzufügen
Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel!
Geschichte des Items
Metadata
RSS
Suche im Google nach Bildern im Zusammenhang mit dem gewählten Artikel!
Googeln Sie das ausgewählte Thema.
کوردیی ناوەڕاست - Central Kurdish0
Kurmancî - Upper Kurdish (Latin)0
English - English0
عربي - Arabic0
فارسی - Farsi0
Türkçe - Turkish0
עברית - Hebrew0
Español - Spanish0
Français - French0
Italiano - Italian0
Nederlands - Dutch0
Svenska - Swedish0
Ελληνική - Greek0
Azərbaycanca - Azerbaijani0
Catalana - Catalana0
Čeština - Czech0
Esperanto - Esperanto0
Fins - Finnish0
Hrvatski - Croatian0
Lietuvių - Lithuanian0
Norsk - Norwegian0
Ozbek - Uzbek0
Polski - Polish0
Português - Portuguese0
Pусский - Russian0
Srpski - Serbian0
балгарская - Bulgarian0
қазақ - Kazakh0
Тоҷикӣ - Tajik0
Հայերեն - Armenian0
हिन्दी - Hindi0
ქართველი - Georgian0
中国的 - Chinese0
日本人 - Japanese0
Der vergessene Völkermord von Halabja
Der vergessene Völkermord von Halabja
Die sogenannte „#Anfal-Operation# “ gegen die Kurd*innen im Irak (1988-1989) bezeichnet den irakischen Giftgasangriff auf die kurdische Stadt Halabja. Ebenso wurden am 28.06.1987 in Serdeşt lebenden Kurd*innen Opfer vom Giftgasangriff, welcher ohne Konsequenzen blieb. Wenige Monate später wurde #Halabja# angegriffen. Bei diesem Giftgasangriff, der am 16. März 1988 stattfand, starben ca. 5000 Menschen (Die Dunkelziffer dürfte viel höher sein, es wurden nur identifizierte Todesopfer registriert). Saddam Hussein, damaliger irakischer Diktator der Baath-Partei, hat den Einsatz von Giftgas gegen die kurdische Zivilbevölkerung befohlen.

Historischer Hintergrund
In der Endphase des Iran-Irak-Krieges (1980-1988) begann das irakische Militär eine Reihe genozidaler Maßnahmen, (sog. „Anfal-Kampagne“) gegen die im Norden des Iraks lebenden Kurd*innen und andere ethnische bzw. religiöse Minderheiten wie die Assyrer*innen und Ezid*innen. Bereits vor der sogenannten Anfal-Kampagne (Bezeichnung aller genozidalen Maßnahmen) wurden Kurd*innen in der Vergangenheit Opfer von Massenverbrechen und ethnischen Vertreibungen durch die irakische Regierung. Ziel war es die kurdische Ethnie auszulöschen und die Regionen der Kurd*innen zu arabisieren.

Ablauf
Im Rahmen der Anfal-Opreation (Februar bis September 1988) bombardierte das irakische Militär zahlreiche kurdische Siedlungen und massakrierte kurdische Zivilist*innen, insbesondere Männer im kampffähigen Alter. Als besonders grausam und inhuman gilt der Einsatz von Chemiewaffen auf die kurdische Stadt Halabja am 16. März 1988. Durch den Einsatz von Chemiewaffen erlangte der Genozid von Halabja internationale Aufmerksamkeit. Die Umsetzung der Anfal-Operation übernahm Ali Hasan al Madschid, Cousin von Saddam Hussein (auch bekannt als Chemical-Ali bzw. Chemie-Ali).

Auf einer Tonbandaufnahme äußerte sich Ali-Hasan al Madschid zu den Kurdinnen und Kurden von Halabja wie folgt: „Ich werde sie alle mit chemischen Waffen umbringen. Wer soll etwas dagegen sagen? Die internationale Gemeinschaft? Ich scheiß auf die internationale Gemeinschaft, und die, die auf sie hören. Ich werde sie nicht bloß einen Tag lang mit Chemie-Zeug attackieren, ich werde 15 Tage lang fortfahren.“

Allein am 16.03.1988 kam es in Halabja zu mindestens 5.000 Todesopfern. Im Rahmen der gesamten Anfal-Kampagne wurden laut Human Rights Watch von Februar bis September 1988 ca. 100.000 Kurd*innen systematisch umgebracht. Anfangs gingen westliche Menschenrechtsorganisationen von ca. 100.000 kurdischen Todesopfern aus, mittlerweile sprechen Expert*innen von mindestens 150.000 kurdischen Todesopfern. Nach Schätzung seriöser kurdischer Institutionen kamen schätzungsweise 182.000-200.000 kurdische Menschen ums Leben.

Deutschlands Rolle im Genozid
Deutschland hat durch menschenrechtswidrige Waffenlieferungen und den Einsatz deutscher Waffengüter eine Mitschuld an dem Völkermord von Halabja. Nach dem Giftgasangriff gab es vermehrt Berichte über eine illegale Beteiligung deutscher Waffenproduzenten am Völkermord von Halabja. So wurde durch mehrere deutschen Medien bekannt, dass deutsche Waffenunternehmen in der irakischen Chemiewaffenproduktion verwickelt waren und Saddam Hussein Anlagen zur Herstellung von Chemiewaffen bereitstellten. Die Süddeutsche Zeitung schrieb 1997, dass bis zu 70% der Giftgasproduktionsanlagen im Irak aus der Bundesrepublik Deutschland stammten.

Auch die Menschenrechtsorganisation Medico international berichtete 1998, dass deutsche Firmen für die Herstellung von Chemiewaffen die benötigte Technologie und wissenschaftliche Grundlage verschafften. Die irakische Regierung legte dem UN-Sicherheitsrat 2002 ihren Rüstungsbericht vor, in der eine Liste mit den Namen jener Unternehmen zu finden war, die in den achtziger Jahren den Irak militärisch unterstützt haben: Darunter MBB, Daimler-Benz (Vorgängerunternehmen der heutigen Mercedes-Benz Group AG), Preussag, MAN, Degussa, Hochtief, Siemens, Gildemeister – dazu viele kleine und mittlere Firmen, deren Namen der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind.

Die deutschen Manager der Firmen wurden nicht angeklagt, weil sie behaupteten nichts von der Herstellung von Giftgasen gewusst zu haben. Einige Waffendeals waren jedoch illegal, wodurch die Annahme besteht, dass die Waffenunternehmen geheim Geschäfte abwickelten, um nicht aufzufallen. Schließlich war Ihnen klar, dass in Ländern wie im Irak, Chemikalien in Waffen umgewandelt wurden, um unmenschliche Handlungen durchzuführen und Genozide zu begehen.

Umgang mit der Waffenbelieferung und der Bereitstellung von Chemieanlagen
Der Genozid an das kurdische Volk wurde bis heute vom deutschen Bundestag nicht als Genozid anerkannt. 2008 lehnte die Große Koalition (SPD und CDU/CSU) einen Antrag der Opposition ab, wonach die Bundesregierung eine offizielle Mitverantwortung anerkennen und ausgebliebene Entschädigungszahlungen tätigen müsste. 2013, zum 25. Jahrestag des Halabja-Angriffs, versuchte die Opposition ein wiederholtes Mal durch einen Antrag die offizielle Anerkennung als Genozids parlamentarisch zu beschließen, doch die Regierung weigerte sich von einem Völkermord zu sprechen, um möglichen Entschädigungszahlungen und einer Mitschuld auszuweichen.

Folgen für die Überlebenden des Völkermords
Ca. 10.000 Menschen erlitten schwere Verletzungen und langfristige gesundheitliche Schäden wie Hautverbrennungen, Verbrennungen an den Augen und der Lunge. Die entstandenen Genschäden verursachten einen Anstieg der Krebserkrankungen und Missbildungen bei Neugeborenen. Nach einem Jahrzehnt hatte sich die Zahl der Menschen mit Down-Syndrom verdoppelt und die Leukämierate verdreifacht. Auch heutzutage berichten die Überlebenden oder deren Nachfahren von Spätfolgen, wie zum Beispiel Hautkrebs, Augenkrankheiten, Atemproblemen, Unfruchtbarkeit, Missbildungen, Nervenschäden und psychische Probleme. Außerdem hat der Giftgasangriff zu einer dauerhaften Verunreinigung des Bodens und Wassers geführt. Viele der Überlebenden verließen daraufhin Halabja für immer.

Die psychischen Folgen sind unermesslich. Die Menschen leiden unter Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen.

Internationale Reaktionen
Am 9. September 1988 verurteilte die US-Regierung den Giftgasangriff auf Halabja als „abscheuliche und nicht zu rechtfertigende Tat“ gegen die kurdische Zivilbevölkerung. Im Jahr 2005 wurde der Niederländer Frans van Anraat von einem Gericht in Den Haag zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er Tausende Tonnen Giftgas in den Irak geliefert hat, daraufhin stufte das niederländische Gericht in Den Haag Halabja als Völkermord ein.

Großbritannien, Kanada, Norwegen und Schweden haben die Zerstörung Tausender kurdischer Dörfer, den organisierten Massenmord, den ethnischen Säuberungsplan, die geplante Vernichtung der kurdischen Identität und Kultur, die Auslöschung kurdischen Lebens im Nordirak und die Arabisierung kurdischer Gebiete entsprechend der UN-Völkermordkonvention von 1948 als Völkermord anerkannt.[1]

Kurdipedia ist nicht verantwortlich für den Inhalt dieser Aufnahme, sondern der Eigentümer. Gespeichert für Archivzwecke.
Dieser Artikel wurde bereits 3,049 mal angesehen
Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel!
HashTag
Quellen
[1] Website | Deutsch | renk-magazin.de
Verlinkte Artikel: 15
Artikel Sprache: Deutsch
Publication date: 16-03-2022 (4 Jahr)
Art der Veröffentlichung: Born-digital
Dialekt: Deutsch
Inhaltskategorie: Artikel und Interviews
Original Language: Deutsch
Städte: Halabja
Technische Metadaten
Artikel Qualität: 99%
99%
Hinzugefügt von ( هەژار کامەلا ) am 16-03-2023
Dieser Artikel wurde überprüft und veröffentlicht von ( سارا کامەلا ) auf 16-03-2023
Dieser Artikel wurde kürzlich von ( هەژار کامەلا ) am 16-03-2025 aktualisiert
Titel des Artikels
Dieser Artikel ist gemäss Kurdipedia noch nicht finalisiert
Dieser Artikel wurde bereits 3,049 mal angesehen
QR Code
Verknüpfte Datei - Version
Typ Version Ersteller
Foto-Datei 1.0.1139 KB 16-03-2025 هەژار کامەلاهـ.ک.
  Neue Artikel
  Zufälliger Artikel! 
  Es ist für Frauen 
  
  Kurdipedische Publikationen 

Kurdipedia.org (2008 - 2026) version: 17.17
| Kontakt | CSS3 | HTML5

| Generationszeit Seite: 0.156 Sekunde(n)!