Der Stêrk-TV-Journalist Hêmin Mamend ist in Silêmanî von Unbekannten angeschossen worden. Er befindet sich in Lebensgefahr. Die Täter entkamen.
Der Journalist Hêmin Mamend ist am Dienstagabend in der südkurdischen Stadt Silêmanî Opfer eines bewaffneten Angriffs geworden. Der Moderator des Senders Stêrk TV wurde auf offener Straße von zwei unbekannten Tätern angeschossen und schwer verletzt.
Der Vorfall ereignete sich gegen 19:30 Uhr Ortszeit im Stadtteil Şoreş. Nach bisher vorliegenden Informationen näherten sich zwei Männer auf einem Motorrad dem Journalisten und eröffneten das Feuer. Mamend wurde von mindestens zwei Kugeln getroffen – eine am Arm, eine weitere im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Täter flohen vom Tatort.
Mamend wurde nach dem Angriff in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand sei nicht stabil, er befinde sich in Lebensgefahr, hieß es aus der Klinik. Die Sicherheitsbehörden haben unterdessen mit der Spurensicherung am Tatort und Auswertung von Überwachungskameras begonnen. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar, auch ein mögliches Motiv wurde nicht benannt.
=KTML_Bold=METRO: Wer profitiert von Angriffen auf Medienschaffende?=KTML_End=
Die Organisation zum Schutz von Journalistenrechten (METRO) verurteilte die Tat scharf. Der METRO-Koordinator Rahman Garib erklärte, der Angriff diene offenbar dem Ziel, journalistische Arbeit gezielt zu behindern. „Wer profitiert davon, dass Medienschaffende ins Visier geraten?“ fragte Garib in einer ersten Reaktion.
=KTML_Bold=Gouverneur verurteilt Angriff=KTML_End=
Auch der Gouverneur von Silêmanî, Heval Ebubekir, äußerte sich. In einer Erklärung auf seiner offiziellen Facebook-Seite schrieb er: „Wir verurteilen den Angriff auf Hêmin Mamend auf das Schärfste und wünschen ihm baldige Genesung. Die zuständigen Stellen wurden angewiesen, umgehend Ermittlungen einzuleiten und alle rechtlichen Schritte gegen die Verantwortlichen zu ergreifen.“ [1]